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Le Mur de Berlin


Heute morgen fahr ich mit dem Auto zur Firma, schalt das Radio an und was kommt “Die Mauer muss weg”, im nächsten Radiosender “Ick bin ein Berliner” und dann noch eins weiter “Wir sind ein Volk”. Klar es ist Tag des Mauerfalls und nicht nur irgendeiner. Es ist der 20. Jahrestag.

Die Sache ist nur, ich bin nicht in Deutschland. Ich befinde mich mal wieder in Frankreich und als ich heute morgen los fuhr war ich an einem der westlichsten Zipfel des Landes. Und ich hab mit allem gerechnet, nur nicht mit dem. Wobei so plötzlich war es nun auch nicht. Es hat sich angekündigt, denn als ich letzte Woche mal den Fernseher im Hotel eingeschaltet habe, kam eine Dokumentation über “Le Mur de Berlin”. Aber in der Intensität hat mich das schon überrascht.

Aber komisch ist es trotzdem und vor allem hat sich wohl Nicolas Sarkozy ein Ei gelegt, als er ein Foto veröffentlich hat, das ihn zeigt wie er an der Mauer rummeiselt. Das Problem ist nur das er wohl niemals mit Alain Juspin am 9. November in Berlin sein konnte, sondern frühestens am 16. November 1989. Die Häme der Franzosen über ihren geliebten Präsidenten kennt hier keine Grenzen.



Urlaub


Wann hab ich’s geschrieben “ich hab 4 Wochen Urlaub”, genau hier. Etwas später kam der Programm Manager vorbei und meinte ich sollte doch mal endlich meinen Urlaub verjubeln, sonst wäre das schlecht für die Planung. So sollte ich in dreieinhalb Monaten vier freie Wochen verteilen und zu denen sollten sich noch vier Wochen Dienstreise dazu gesellen. Weiterlesen »



Knobelaufgabe – Lösung


Erinnert sich jemand noch an die Knobelaufgabe?

Wenn ja, ich hab’s nun endlich mal geschafft, die Lösung reinzukopieren.

Herr A. ist natürlich Herr A. und nimmt natürlich nicht die Antwort, die einem normalen Menschen am logischten erscheint.

Er nimmt natürlich seine eigene Variante. Herr A. überweist per Online Banking einen gewissen Betrag auf das Konto seines französischen Kollegen, damit er für die nächsten zwei Wochen genug Geld besitzt.
Danach setzt er sich in das Auto und fährt los. Beim nächsten Decathlon macht er kurzen Zwischenstop und deckt sich ein mit Zelt, Isomatte, Schlafsack, Bermudas, Badehose und was man sonst so für ein urlaubriges Strandleben so braucht.

Nun fährt er endlich los und zwar in die genau entgegen gesetzte Richtung. 300 km in Richtung Südwesten fährt er nun zu einem der längsten und schönsten Sandstrände Europas und geht dort an den nächstgelegenen Campingplatz.

Im Supermarkt deckt er sich noch mit etwas Bier ein, das er bei Ankunft am Meer und dem kitschigen Sonnenuntergang geniessen wird.

Am Dienstagmorgen badet Herr A. kurz noch im Atlantik bevor er sich dann in sein Auto setzt und pünktlich zum Mittagessen und Arbeitsbeginn in der Firma ist. Der französische Kollege vom Anfang dieser Geschichte beisst beim Erzählen dieser Geschichte mehrmals in den Tisch.

Und wenn ich die Sicherheitskopie der Bilder finde, werde ich diese auch mal reinstellen. Wobei, schönes Wetter ist auch jetzt.



Glaube und Technik


Irgendwo im Massive Central

07:30 – Frühstück

07:31 – Die Fahrer scherzen über die letzten Jahre und die Umwege, die sie machten, da sie die Wege nicht finden.Dieses Jahr gibt es eine Geheimwaffe. Der Weg der nächsten drei Tage ist penibelst genau, mittels hochleistungsfähiger Großrechner und hochauflösenden Karten, digital erstellt worden. Die Fahrer konnten sich vorher mittels 3D-Sicht und Wegfolgung monatelang sich mental und physisch auf diese Tage vorbereiten. Karten werden daher nicht mitgenommen.

08:00 – Die Geheimwaffen werden gestartet

08:01 – Bonjour Garmin

08:02 – Bonjour Evadeo

08:03 – Beginn der Aufzeichnung

08:05 – Die Fahrer befinden sich auf dem Kurs. Ein Verlassen dieses Kurses ist, dank satellitengestütztem Ortungssystem und topographischen Karten, unmöglich.

08:06 – Der erste Ruf eilt durch die noch schlafende Landschaft – Retour. Eine Abzweigung wurde verpasst – Analyse zeigt, Fehler liegt am Zoomlevel

09:00 – Ein paar ängstliche Fahrer fragen nach ob der Weg auf dem man abbiegen will, wirklich der richtige ist. Garmin sagt ja, Garmin hat immer Recht, also keine Wiederrede

09:02 – Wanderer sehen flüchtende Tiere die aus einer Richtung kommen aus der auch ferne schmerzerfüllte Schreie zu vernehmen sind.

09:15 – Eine Gruppe komplett verkratzter und verdreckter Mountainbiker erscheinen an einer Stelle an der vor genau 15 Minuten ein paar saubere und unverletzte Mountainbiker verschwunden sind. Sie schieben ihre mit Zweigen getarnten Fahrräder auf einen Gabelung.

09:16 – Bei den verschiedenen Wandergruppen machen sich Gerüchte breit, das Militär macht eine Geheimübung

09:16 – Der Abgleich mit dem GPS sagt folgendes: Evadeo sagt hier und Garmin sagt noch 5m.

09:17 – Garmin hatte Recht

10:21 – Garmin und Evadeo sagen noch 5km in diese Richtung. Wald sagt Wand.

11:49 – Wald sagt nun auch Weg

12:30 – Bauch sagt Hunger, GPS sagt nein.

13:00 – Bauch sagt HUNGER, GPS sagt NEIN.

14:00 – GPS sagt nur noch ein Anstieg, Bauch sagt egal, Gehirn singt Sternenhimmel, Sternenhimmel *ooh*

14:10 – GPS sagt Essen, Koch sagt zu spät

15:40 – Nach mehreren Gläsern Wein macht sich die Gruppe wieder auf dem Weg

15:43 – Ein lauter Knall erschüttert die verschlafen Ortschaft

15:44 – Der erste Satz des verdutzten deutschen Teilnehmers, nachdem man ihm von dem Kofferraumdeckel entfernt hat: “Aber, warum das denn? In meinem GPS war doch gar kein parkendes Auto eingezeichnet”

17:02 – Garmin sagt hier, Evadeo sagt auch hier. Nur Wald ist mal wieder Spielverderber und sagt Fluss

18:13 – Einige Wanderer vernehmen in der Ferne Jubelschreie, es klingt wie “Zurück” und “Kurs”. Können damit aber nichts anfangen.

18:16 – Die Wanderer begegnen einer Gruppe verdreckter Mountainbiker. Einige von ihnen haben blutverkrustete Beine.  Auf die Frage wieviel Tage die unterwegs sind, antworten die Radfahrer das sie an diesem Tag gestartet wären. Die Wanderer machen sie keine Sorgen, wer zu solchen Scherzen in der Lage ist, dem gehts noch gut, auch wenn die Frage des einen Mountainbikers etwas verwundert. “Ob der rechte Weg, der Weg ist, der nach XY führt”, weiss doch jeder, dass seit dem Erdrutsch vor 20 Jahren sich keiner mehr in diese Richtung aufgemacht hat.

18:19 – Die Radfahrer sind aber tiefreligiös und halten sich an das erste Gebot: “Ich bin der Herr, dein GPS. Der dich aus dem Wald befreit hast. Du sollst keine Strecken neben mir haben”.

18:30 – Die Wanderer glauben immer noch an den Humor und was diese Radfahrer wieder für gute Schauspieler sind. Der ein oder andereist sich sicher, dass gleich jemand von “Versteckte Kamera” auftaucht.

20:20 – Da nun seit fast 2h keine Wege mehr entdeckt wurden, kommen erste Zweifel auf. Doch das GPS irrt nie.

21:48 – Die Frage, ob man denn die Unterkunft vor der Nacht erreicht, wird von den GPS Besitzern mit, nur noch ein Hügel, beantwortet

22:30 – Es ist Stockdunkel – Taschenlampen werden ausgepackt

22:20 – “Schaffen wirs noch heute in die Herberge”

22:21 – “JAAAAAA” *genervt*

23:59 – “Hier ist der Weg!”

23:86 – “Nein hier!”

23:3689 – “Hier bin ich mir aber jetzt ganz sicher”

23:4089 – Die Batterie des letzten GPS ist leer

23:8767686 – “Hätten wir jetzt eine Karte, könnten wir wenigstens Feuer machen”

23:8767687 – “Und wie ohne Feuerzeug”

23:893489623486238468236489234972390478239473082304820384230480238402384023947923874923749823723490849237934785783475934795734957 – Archäologen entdecken neun Skelette, die um drei kleine Artefakte versammelt sind.

Der Fund gibt viele Rätsel auf. Nach langjähriger Forschung ist die Wissenschaft aber sicher, dass diese neun Personen Mitglieder einer bisher unbekannten Mönchsekte waren. Da der Fundort die weiteste Entfernung aller benachbarten Dorf- und Marktplätze, die man damals kannte, darstellt, glaubt man nun beweisen zu können, dass diese Menschen den pekuniären Mitteln Abstinenz schworen. Durch diese geographische Eigenheit, sind sich die Forscher sicher, das diese Menschen ziemlich gute Ortskenntnisse besassen.  Die Religion muss wohl eine Art Polytheismus sein, was ungewöhnlich für diese Zeit ist. Die Götter hiessen, so ist man sich heute ziemlich sicher, Garmin und Evadeo. Die verschiedenen metallischen Rohre die in einem Dreieck verbunden sind, hält man für musikalische Instrumente. Mit den Namen Shimano und Sram kann man aber derzeit noch nichts anfangen.



Irgendwie ist es verhext


Speicherkarten und ich sind auf Kriegsfuss. Es ist schon die zweite die sich verabschiedet hat und trotz aller Bemühungen in den letzten Wochen sind die ganzen Paris- und Strandbilder aufnimmerwiedersehen verschwunden.*shnief*

Und der klägliche Rest meiner Frankreichbilder ist hier

und den Menupunkt zum Bilder sortieren find ich auch irgendwie nicht mehr

Jetzt stimmt nur noch was mit der Breitenbestimmung nicht :(



Urlaub und drei Monate vorbei


dsc04738.jpg Nachdem es von Montag bis Sonntag durch die Pyrenäen ging, war es Abends dann soweit und ich konnte mir einen Cafe au Lait in Biarritz genehmigen. Montag fuhr ich ein wenig die Küste entlang und Dienstag ging es zurück von Bordeaux nach Poitiers.

Heute heißt es nun aber Abschied nehmen, gegen 10 Uhr werde ich mein Apartment übergeben und danach gehts zurück nach Deutschland. So schnell können drei Monate um sein.



Hinter den 7 Bergen, bei den 7 Zwergen


499px-cyclistes_au_tourmalet.jpg Heute war letzter Arbeitstag in Frankreich, bevor ich aber nach Stuttgart zurückkehren werde, werde ich zwei Wochen Urlaub in Frankreich machen. Lustig war es als ich von meinen Kollegen Abschied genommen habe, denn ab Heute ist auch die Firma für drei Wochen geschlossen, daher dachten einige anfangs ich würde mich nur in die Ferien verabschieden. Anfangs waren sie misstrauisch und eher ablehnend und jetzt würden sie mich am liebsten behalten. Auch schön. Weiterlesen »



Besuche Deutschland (solange es noch steht)


fahrkarte-s.jpg Heute um 8h 19, fährt mein TGV in Richtung Strasbourg und dann gehts ersteinmal wieder zwei Wochen zurück nach Deutschland.

Nein, nicht wegen Heimweh oder gar Urlaub, sondern vielmehr um natürlich zu arbeiten. Die einzelnen Teile des Projektes zu verbinden und hoffen, das alles reibungslos funktioniert und wir den Auftrag bekommen.

Zufälligerweise finden gerade dieses Wochenende der Black Forest ULTRA Bike Marathon in Kirchzarten und am darauf folgenden Wochenende die 20h Rund um Fell statt. Und ich kann ja auch noch das Halbfinale und Finale der EM bei irgendeinem Public Viewing oder wahrscheinlich in meiner Firma anschauen, falls es mich vielleicht doch interessiert. Denn ich muss zugeben, beim Frankreichspiel hab ich mich doch mal umgeschaut, ob es irgendwo in einer Kneipe eine größere Menschenmenge gab, aber das war überhaupt nicht der Fall. Keine Ahnung, aber der Franzose schaut Fussball lieber in seinen eigenen Wänden an. Schade eigentlich.

Während ich nun bei der heutigen Hinfahrt ohne Umsteigen direkt nach Strasbourg fahre, gilt das nicht für die Rückfahrt. Der Zug, bei dem ich ohne Umsteigen nach Poitiers komme, fährt leider nur einmal am Tag und der wäre etwas früh. Bei allen anderen Verbindungen, muss man in Paris umsteigen. Vom Gare de l’Est zum Gare Montparnasse. Was es da auch immer für Verständigungsschwierigkeiten gegeben hat, *hust*, jedenfalls hab ich nun sieben Stunden Aufenthalt in Paris. So ein Mist aber auch *höhöhö* ;)



Sachen die man nicht machen sollte …


Fahrstuhl oder brennt das Licht in einem Fahrstuhl, auch wenn dieser abgeschaltet worden ist?

Also was sollte man nun nicht machen? Man sollte nicht nach Ladenschluss in einen noch offenen Fahrstuhl steigen. Es könnte nämlich sein, dass dieser sich an dem Abend das letzte Mal schließt. Aber seht selber.

Ich kam mal wieder etwas später aus der Firma. Man wollte sich ja in der nächsten Woche nicht mit Altlasten der Letzten beschäftigen. Also noch schnell in Poitiers etwas einkaufen, damit ich wenigstens noch etwas zum Abendessen hatte und so hüpfte ich noch kurz vor 9 in den Supermarkt. Nachdem sich mein Korb füllte, eine freundliche Stimme aus dem Lautsprecher bat, sich nun an die Kasse zu begeben und dort mein Geldbeutel sich wie immer von Geisterhand leerte, lief ich gerade an einen offenen Fahrstuhl entlang. Weiterlesen »



Das waren noch Zeiten !


2004 Gibraltar Derzeitiger Preis von einem Liter Super bei einer Tankstelle in Chatellerault heute morgen 1.629 Euro. Und da sagt man in Deutschland wäre es so teuer. Werde weiterhin bei meinem Fahrrad bleiben :)

2004 in Gibraltar sah das noch ganz anders aus, aber die Zeiten kommen wohl nicht so schnell zurück.



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