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Ironie des Schicksals


Ist schon lustig, da lebt man fast fast sein gesamtes Leben in der Nähe eines wunderbaren Klettergebietes und wann klettert man dort?

Genau! Wenn man nicht mehr dort wohnt. Im September war ich nun das erste Mal dort.

Naja, Spass hat es trotzdem gemacht. Leider sind, von Stuttgart aus, die umliegenden Felsen nur mit dem Auto erreichbar und nicht so wie in Freiburg per Fahrrad :( Aber nun ist eeh bald erst einmal Wintersport angesagt.



Glaube und Technik


Irgendwo im Massive Central

07:30 – Frühstück

07:31 – Die Fahrer scherzen über die letzten Jahre und die Umwege, die sie machten, da sie die Wege nicht finden.Dieses Jahr gibt es eine Geheimwaffe. Der Weg der nächsten drei Tage ist penibelst genau, mittels hochleistungsfähiger Großrechner und hochauflösenden Karten, digital erstellt worden. Die Fahrer konnten sich vorher mittels 3D-Sicht und Wegfolgung monatelang sich mental und physisch auf diese Tage vorbereiten. Karten werden daher nicht mitgenommen.

08:00 – Die Geheimwaffen werden gestartet

08:01 – Bonjour Garmin

08:02 – Bonjour Evadeo

08:03 – Beginn der Aufzeichnung

08:05 – Die Fahrer befinden sich auf dem Kurs. Ein Verlassen dieses Kurses ist, dank satellitengestütztem Ortungssystem und topographischen Karten, unmöglich.

08:06 – Der erste Ruf eilt durch die noch schlafende Landschaft – Retour. Eine Abzweigung wurde verpasst – Analyse zeigt, Fehler liegt am Zoomlevel

09:00 – Ein paar ängstliche Fahrer fragen nach ob der Weg auf dem man abbiegen will, wirklich der richtige ist. Garmin sagt ja, Garmin hat immer Recht, also keine Wiederrede

09:02 – Wanderer sehen flüchtende Tiere die aus einer Richtung kommen aus der auch ferne schmerzerfüllte Schreie zu vernehmen sind.

09:15 – Eine Gruppe komplett verkratzter und verdreckter Mountainbiker erscheinen an einer Stelle an der vor genau 15 Minuten ein paar saubere und unverletzte Mountainbiker verschwunden sind. Sie schieben ihre mit Zweigen getarnten Fahrräder auf einen Gabelung.

09:16 – Bei den verschiedenen Wandergruppen machen sich Gerüchte breit, das Militär macht eine Geheimübung

09:16 – Der Abgleich mit dem GPS sagt folgendes: Evadeo sagt hier und Garmin sagt noch 5m.

09:17 – Garmin hatte Recht

10:21 – Garmin und Evadeo sagen noch 5km in diese Richtung. Wald sagt Wand.

11:49 – Wald sagt nun auch Weg

12:30 – Bauch sagt Hunger, GPS sagt nein.

13:00 – Bauch sagt HUNGER, GPS sagt NEIN.

14:00 – GPS sagt nur noch ein Anstieg, Bauch sagt egal, Gehirn singt Sternenhimmel, Sternenhimmel *ooh*

14:10 – GPS sagt Essen, Koch sagt zu spät

15:40 – Nach mehreren Gläsern Wein macht sich die Gruppe wieder auf dem Weg

15:43 – Ein lauter Knall erschüttert die verschlafen Ortschaft

15:44 – Der erste Satz des verdutzten deutschen Teilnehmers, nachdem man ihm von dem Kofferraumdeckel entfernt hat: “Aber, warum das denn? In meinem GPS war doch gar kein parkendes Auto eingezeichnet”

17:02 – Garmin sagt hier, Evadeo sagt auch hier. Nur Wald ist mal wieder Spielverderber und sagt Fluss

18:13 – Einige Wanderer vernehmen in der Ferne Jubelschreie, es klingt wie “Zurück” und “Kurs”. Können damit aber nichts anfangen.

18:16 – Die Wanderer begegnen einer Gruppe verdreckter Mountainbiker. Einige von ihnen haben blutverkrustete Beine.  Auf die Frage wieviel Tage die unterwegs sind, antworten die Radfahrer das sie an diesem Tag gestartet wären. Die Wanderer machen sie keine Sorgen, wer zu solchen Scherzen in der Lage ist, dem gehts noch gut, auch wenn die Frage des einen Mountainbikers etwas verwundert. “Ob der rechte Weg, der Weg ist, der nach XY führt”, weiss doch jeder, dass seit dem Erdrutsch vor 20 Jahren sich keiner mehr in diese Richtung aufgemacht hat.

18:19 – Die Radfahrer sind aber tiefreligiös und halten sich an das erste Gebot: “Ich bin der Herr, dein GPS. Der dich aus dem Wald befreit hast. Du sollst keine Strecken neben mir haben”.

18:30 – Die Wanderer glauben immer noch an den Humor und was diese Radfahrer wieder für gute Schauspieler sind. Der ein oder andereist sich sicher, dass gleich jemand von “Versteckte Kamera” auftaucht.

20:20 – Da nun seit fast 2h keine Wege mehr entdeckt wurden, kommen erste Zweifel auf. Doch das GPS irrt nie.

21:48 – Die Frage, ob man denn die Unterkunft vor der Nacht erreicht, wird von den GPS Besitzern mit, nur noch ein Hügel, beantwortet

22:30 – Es ist Stockdunkel – Taschenlampen werden ausgepackt

22:20 – “Schaffen wirs noch heute in die Herberge”

22:21 – “JAAAAAA” *genervt*

23:59 – “Hier ist der Weg!”

23:86 – “Nein hier!”

23:3689 – “Hier bin ich mir aber jetzt ganz sicher”

23:4089 – Die Batterie des letzten GPS ist leer

23:8767686 – “Hätten wir jetzt eine Karte, könnten wir wenigstens Feuer machen”

23:8767687 – “Und wie ohne Feuerzeug”

23:893489623486238468236489234972390478239473082304820384230480238402384023947923874923749823723490849237934785783475934795734957 – Archäologen entdecken neun Skelette, die um drei kleine Artefakte versammelt sind.

Der Fund gibt viele Rätsel auf. Nach langjähriger Forschung ist die Wissenschaft aber sicher, dass diese neun Personen Mitglieder einer bisher unbekannten Mönchsekte waren. Da der Fundort die weiteste Entfernung aller benachbarten Dorf- und Marktplätze, die man damals kannte, darstellt, glaubt man nun beweisen zu können, dass diese Menschen den pekuniären Mitteln Abstinenz schworen. Durch diese geographische Eigenheit, sind sich die Forscher sicher, das diese Menschen ziemlich gute Ortskenntnisse besassen.  Die Religion muss wohl eine Art Polytheismus sein, was ungewöhnlich für diese Zeit ist. Die Götter hiessen, so ist man sich heute ziemlich sicher, Garmin und Evadeo. Die verschiedenen metallischen Rohre die in einem Dreieck verbunden sind, hält man für musikalische Instrumente. Mit den Namen Shimano und Sram kann man aber derzeit noch nichts anfangen.



Entwarnung


Kann es ja nicht glauben aber jetzt hat es doch tatsächlich dieses französische Kaff, in dem mich gerade befinde, in die deutschen Nachrichten geschafft. Selbst das N24 Nachrichtenmobil stand gestern und heute vor meinem Hotel.

Glücklicherweise ist es nicht meine Firma, sondern eine die etwa 500m entfernt ist. Die Firma, in der ich gerade sitze hatte vorletzte Woche seine Streiktage und die Firma gegenüber war letzte Woche dran. Streiken können Sie, die Franzosen.

Es hat auch schon die letzten zwei Nächte kräftig geknallt, aber das war nur das Feuerwerk anlässlich des Nationalfeiertags. Wenn’s diesmal noch einmal BUMM macht, werd’ ich es wissen,  woher es kam. Gerüchten zufolge sollen zwei Maschinen schon gebrannt haben. Und heute morgen haben Arbeiter einer weitere Firma hier im Umkreis diese Idee übernommen und schon einmal ein par Gasflaschen gesammelt. Nun drohen diese auch mit einem grossen Feuerwerk.



Kirchzarten oder sag niemals nie!


Wie war das mit, nie wieder ein Rennen und so?

Die waren’s, die waren’s, die haben mich überredet! Eigentlich wollten wir als Vierer Team starten. Alle Vier würden aus einem Startblock und mussten auch wieder innerhalb von 15 Sekunden ins Ziel kommen, der Schwächste bestimmte also das Tempo. Für diese Idee konnte ich mich begeistern und meldete mich an. Leider wurde nichts daraus. Keiner unserer Freunde wollte auf der Ultra Strecke als vierter Mann/Frau einspringen. Die Strecke und die Höhenmeter waren mit 120km und 3600hm zu viel. Die Idee, dass Katrin und ich vielleicht als Mixed Team starteten, fiel auch aus, da es diese Wertung nicht für die lange Strecke gab. Also kein Team und damit drei Einzelstarter. Weiterlesen »



Rund um Köln – Weiße Ostern


dsc00968.jpg Ob es nun der Sturz bei Rad am Ring war, Paris Brest Paris oder das ich grade durch den Umzug gerade Tabula Rasa mache, weiß ich nicht. Ich vermute, dass es mit allen drei Sachen zusammenhängt. Höchstwahrscheinlich aber PBP, seit dem ich mir diesen Traum erfüllt habe, fehlt mir die Motivation Radrennen zu fahren. Weiterlesen »



Rest In Pieces


Gestern um kurz vor 18 Uhr ereilte sie ihr Schicksal, sie gab ihren Widerstand auf und die Kräfte verliessen Sie. Nach drei Jahren als treue Umsetzerin meiner Wünsche und Ziele war es ihr zuviel geworden. Hoffentlich dreht sie in einer besseren Welt weiter ihre Runden und ich vermiß sie jetzt schon, wenigstens konnte ich zusammen mit ihr noch einmal den Kandel bezwingen.

Herr, gib ihr und allen Verstorbenen die ewige Ruhe!
Und das ewige Licht leuchte ihnen!
Lass sie ruhen in Frieden.
Amen.

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PBP – Nachwirkungen


Seit Gestern hab ich es nun Schwarz auf Weiß. Ich habe PBP gefinished. In einem Umschlag bekam ich mein Kontrollbuch zurück, dazu eine DVD, ein Heft mit allen Resultaten und zusätzlich natürlich das wichtigste, die Medaille. Egal ob nun im Heft oder auf der DVD, PBP 2007 bekam den Beinamen “Die Legende”. Nie gab es mehr Fahrer, nie gab es mehr Abbrecher (30%) und nie war das Wetter war so schlecht als bei diesem Male.

Was bleibt ist der Traum einer Teilnahme beim nächsten Mal 2011, denn schlechter und schmerzhafter kann es dann nicht werden. Und mein Ziel hat sich seit der Ankunft immer noch nicht geändert und zwar das ich die Zeit von 2007 schlage und zwar im Gegensatz zu allen anderen nach hinten. Am besten auf einem Schweizer Ordonnanzrad und dann die kompletten neunzig Stunden :)

dsc00917s.jpg



Warum …


… man Nachts, wenn es finster ist mit dem Mountainbike über Stock und Stein fährt … Weiterlesen »



PBP: Vor’m Start


Es gibt drei Gruppen für Paris-Brest-Paris, die Erste, die bereits um 20 Uhr startet und deren Zeitlimit 80h beträgt. Die Zweite, die um 21:30 Uhr mit einem Maximalzeit von 90h und die Letzte morgens um 04:30 mit 84h. Weiterlesen »



Aktion gegen die Wettrüstung von Lichtkanonen


Nachtbiken ist ja, vor allem bei Mountainbikern, schon lange In. Nachts zu fahren ist einfach etwas besonderes. Während man normalerweise nur durch Geschwindigkeit oder Drogeneinfluss einen Tunnelblick bekommt, wird dieser hier frei Haus geliefert. Kein Wanderer, der mit Fluffy im Wege rumsteht, oder irgendeine Nordic Walker Gruppe, die mit ihren Stützstöcken in der Luft rumfuchteln.

Es dreht sich auch weniger um den sportlichen Aspekt, sondern um den Spaß und die besondere Stimmung, die der Fahrt fast schon ein klein wenig Radfahrerromantik verleiht.

Während aber früher eine Halogenlampe mit 20 Watt vollkommen ausreichte, gibt es heute ein regelrechtes Wettrüsten bis zum ultimativen Lichtschwert, bei dem selbst Darth Vader weinend nach seiner Mami schreit und beim kurzen anblinken einer Tanne, diese nun Feuer und Flamme ist. Weiterlesen »



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